Instandsetzung Kirchturm 2009

 

Als nach Ostern das Gerüst um unseren Kirchturm aufgebaut war, konnten wir die Schäden, die seit der letzten Renovierung entstanden sind, näher in Augenschein nehmen. Dabei mussten wir feststellen, dass die Schäden durch Feuchtigkeit am Holz erheblich größer waren, als ursprünglich angenommen. So ist der Sockelbereich sowohl im Norden als auch im Südwesten stark in Mitleidenschaft gezogen. 

Ein Gespräch mit dem Denkmalamt stellte den Kirchengemeinderat vor die Alternative, entweder das Fachwerk an der Südseite des Kirchturms regelmäßig zu inspizieren und ca. alle 10 Jahre zu streichen oder den ganzen Turm zu verschiefern.

Da die regelmäßige Wartung des Fachwerks immer wieder einen großen Aufwand bedeutet hätte, hat sich der Kirchengemeinderat am Mittwoch dafür entschieden, im Zuge der jetzigen Reparaturmaßnahmen den ganzen Turm verschiefern zu lassen, wie es bereits vor 10 Jahren im Nordwesten durchgeführt wurde. Nach Gesprächen mit anderen Gemeinden, die auf diese Weise bereits ihren Turm vor Wetterschäden geschützt haben, erschien dies die langfristig günstigste Lösung.

Wir hoffen mit den Maßnahmen bis zum Ende der Sommerferien fertig zu sein.

 

Jörg Kohler-Schunk

 

Vertraut und doch ein bisschen fremd

 

Die Verschieferung hat den Anblick von Kirche und Kirchturm nachhaltig verändert. "Vorher war der Turm schöner", ist immer wieder zu hören. Maßgeblich für die Entscheidung, den Turm ganz zu verschiefern, waren eben die Folgekosten. Der Kirchengemeinderat hofft, dass diese Maßnahme hilft, langfristig Kosten zu sparen. Und wahrscheinlich gewöhnt man sich ja recht schnell an das veränderte Aussehen unseres Kirchturms, und er wächst einem auch in diesem schwarzen Gewand ans Herz. 

 

Frieder BahretKirche-Niederhofen